Energieeffizienz
Seit dem Jahr 1970 ist der Gesamtenergieverbrauch in Österreich von 797
PJ auf 1395 PJ (2004) um 75% angestiegen. Der zunehmende Energiehunger in Österreich
und der ganzen Welt lässt unsere Ressourcen immer schneller schrumpfen.
Ausstoß von immer mehr klimawirksamem CO2 und Kriege um Ressourcen sind
Folgen dieses übermäßigen Energiebedarfs.
Neben der Substitution von fossilen Energien durch Erneuerbare ist die Effizienzsteigerung
unentbehrliches Instrument auf dem Weg in eine sichere Zukunft
Strom
Elektrizität ist eine sehr hochwertige Energieform. Aus in der Natur vorkommenden
Rohstoffen kann man nur mit hohen Wirkungsgradverlusten Strom erzeugen. Die
Bereitstellung von Strom benötigt in Bezug auf seinen Primärenergiegehalt
mehr Energie als beispielsweise Prozesswärme.
Die Substitution von Strom durch nicht so hochwertige Energieformen (z.B.:
Warmwasserbereitung durch Solarenergie anstatt durch den E-Boiler) kann - auf
den Primärenergieeinsatz zurückgerechnet - Energie sparen.
Durch das Verwenden von effizienteren Verbrauchern besteht ebenfalls ein extrem
großes Einsparungspotential. Eine Energiesparlampe verbraucht beispielsweise
nur etwa 15% der Energie, die eine Glühlampe gleicher Leuchtkraft benötigt.
Das Vermeiden unnötiger Verluste ist eine weitere wichtige Maßnahme.
Stand-by-Verluste sind Verluste die ein elektrisches Gerät verursacht ohne
in Betrieb zu sein. Durch das komplette Ausschalten, oder das Trennen der Netzverbindung
(ausschaltbare Steckdosenleiste) können diese Verluste gänzlich vermieden
werden.
Wärme
In der Industrie in Form von Prozesswärme und in den Haushalten in Form
von Raumwärme und Warmwasser ist die Energieform Wärme allgegenwärtig.
Vermieden werden können Verluste meist durch gezielten Einsatz und durch
Dämmen. Im Wohnbaubereich ist die Senkung von Wärmeverlusten ein topaktuelles
Thema. Mehr dazu unter dem Punkt Passivhaus, Niedrigstenergiehaus.
Mobilität
Der Energieverbrauch für den Verkehr nimmt in Österreich seit Jahrzehnten
extrem zu. Das liegt daran, dass sich das Verkehrsaufkommen drastisch erhöht
und die Effizienz der Verkehrsmittel sich kaum steigert. Die großen Einsparpotentiale
liegen in..
- ..der Vermeidung des Verkehrs durch regionale Wertschöpfung und Nutzung
von Ressourcen aus der nahen Umgebung. Jedes Konsumgut hat eine bestimmte
Fahrtstrecke hinter sich und diese belastet durch den Einsatz von Transportmitteln
unsere Umwelt. Es liegt in der Hand der KonsumentInnen, Güter aus der
näheren Region zu bevorzugen.
- ...der Wahl von effizienten Verkehrsmitteln. Das Auto ist, wenn man nicht
gerade zu viert unterwegs ist, eine ziemliche Energieschleuder. Fahrradfahren,
Bus und Bahn sowie zu Fuß gehen bilden deutlich energiesparendere –
und oft auch gesündere - Fortbewegungsmöglichkeiten.
- PKWs mit geringem Verbrauch benötigen weniger Treibstoff bei derselben
Transportleistung wie „Benzinschlucker“. Erkundigen Sie sich bei
Ihrem Fahrzeughändler nach verbrauchsarmen Fahrzeugen (< 4 Liter/100
km)
- Raumordnerische und städtebauliche Aspekte können mit durchdachten
Gesamtlösungen zu einer starken Vermeidung von Verkehrsaufkommen führen.
Neben einem effizienten engmaschigen Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln
und sicheren Radwegen muss auch die regionale Versorgungssicherheit gegeben
sein.
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